Sidank
| Name | Sidank |
| ID-Nummer | ID 25-029 |
| Geschlecht | männlich |
| Geburtsdatum | geb. ca. 04/2024 |
| Rasse | EKH |
| Farbe | schwarz |
| Eigenschaften | sozial |
| Haltungsform | Wohnungshaltung |
| Krankheiten/ Handicaps | – |
Mit einem Anruf bei der Polizei begann die Geschichte von Sidank (geb. ca. 04/2024). Der Anrufer hatte ein winziges und total verängstigtes Katzenkind gefunden und wusste nicht so recht, was er tun sollte. Die Beamten wiederum informierten unsere Tierschutzkollegen, die sofort aufbrachen, um das kleine Findelkind in Sicherheit zu bringen.
Der kleine Mann war gesundheitlich in einem recht guten Zustand, allerdings hatte er wie so viele ausgesetzte Katzenbabys eine Augeninfektion. Extrem brav ließ er sich die Augen mit Kochsalzlösung reinigen und mit Augentropfen behandeln. Diese ungewöhnliche bei einer bei Katzen am meisten verhassten Prozeduren Kooperation war eine Mischung aus Angst und Sanftmut, die kennzeichnend für Sidanks Charakter ist.
Als erst wenige Wochen altes Kitten durfte Sidank in eine Pflegestelle umsiedeln, denn das Tierheim ist für solch kleine Knöpfchen kein guter Platz.
Sidank blühte in der heimeligen Atmosphäre der Pflegestelle regelrecht auf und entwickelte sich prächtig. Nette Menschen, die ihn streichelten und mit ihm spielten, gemütliche Kuschelbettchen, tolle Kletterbäume, ruhige Höhlen, ein lecker gefüllter Fressnapf, ganz viel Spielzeug und sogar pelzige Spielkameraden zum Toben. So war es perfekt.
Doch Sidank wusste nicht, dass die Tücke einer Pflegestelle auch auf ihn lauerte. Sie währt nicht ewig. Hat man erst einmal ein Fast-Zuhause kennengelernt, dann fällt der Rückschritt ins Tierheim umso schwerer. Der arme Sidank musste das Feld für Notfellchen räumen und fand sich plötzlich nun doch im Katzengemeinschaftszimmer im Tierheim wieder.
Für Sidank war das ein Vertrauensbruch. Was hatte er denn bloß getan, dass er weggegeben wurde? Sidanks heile Welt war von einem Moment auf den nächsten verschwunden. Seine Lieblingsplätze, seine bekannten Menschen, seine Spielkameraden waren plötzlich nicht mehr da. Nun fand er sich in einer fremden Umgebung wieder mit unbekannten Gerüchen, lauten und beängstigenden Geräuschen, fremden Menschen und einem völlig anderen Tagesablauf. Sidank war tief verzweifelt und fühlte sich, als hätte man ihm den Boden unter den Pfötchen weggezogen. Er trauerte um sein Leben, wie er es bis jetzt gekannt hatte und zog sich zurück. Die einzige Geborgenheit, die Sidank hier finden konnte, war, sich eine Tarnkappe aufzusetzen und sich unsichtbar zu machen. Und so wird man Sidank, sobald man seinen Raum betritt, nicht zu Gesicht bekommen. Er versteckt sich in der hintersten Ecke der Kuschelhöhle und traut sich erst heraus, wenn er sich unbeobachtet fühlt – meist nachts.
Sidank ist ein durch und lieber und sanftmütiger, aber auch sehr sensibler Kater. Und diese Empfindsamkeit, die ein so liebenswerter Charakterzug ist, macht es ihm leider so schwer, aus seiner Trauer herauszufinden.
Einziger Trost und Halt sind seine Artgenossen, mit denen er im Gemeinschaftszimmer zusammenlebt. Nur in ihrer Nähe kann er auch mal einen entspannten Moment genießen und so etwas wie Sicherheit spüren.
Jedem Tier wünschen wir, das es schnellstmöglich ein Zuhause findet. Aber Sidank in besonderem Maße – er leidet ganz furchtbar im Tierheim. Und zu wissen, dass unter der ängstlichen Schale ein fröhlicher Kern schlummert und aus Sidank in einem liebevollen Zuhause wieder der alte unbeschwerte Sidank werden würde, bricht einem das Herz an jedem Tag, den er im Tierheim verbringen muss.
Unser bildschönes Pantherchen braucht ein sehr ruhiges Zuhause, mit festen Bezugspersonen, die ihm viel Geduld und Liebe entgegenbringen – dafür aber auch einen ganz besonderen Kater bekommen werden.
Genauso wichtig sind für Sidank Artgenossen im neuen Zuhause. Mindestens ein freundliches Samtpfötchen, gerne aber auch eine harmonische kleine Katzengruppe wären der Garant für eine perfekte Eingewöhnung. Sidank braucht Pelzfreunde wie die Luft zum Atmen und ist selbst eine soziale und freundliche Bereicherung für einen Mehrkatzenhaushalt.
Sidank ist für diesen wichtigen Tag gerüstet. Er ist kastriert, geimpft, negativ auf FIV und FeLV getestet, trägt seinen Mikrochip und den EU-Reisepass hält er immer griffbereit in der Pfote, um den großen Moment ja nicht zu verpassen.
Sidank fühlt sich wie in einem Albtraum gefangen und möchte bei Menschen aufwachen, die ihm ins Öhrchen flüstern „Du bist jetzt zu Hause!“.
„Wenn das Leben zum Albtraum wird, sollte man erwachen.“ Küssen Sie Sidank wach.
Sidank freut sich auch über liebe Paten, die seine Versorgung finanziell unterstützen.













































