Minerva

NameMinerva
ID-NummerID 26/007
Geschlechtweiblich
Geburtsdatumgeb. ca. 07/2023
RasseEKH
Farbegrau-rot getigert
Eigenschaftensozial
HaltungsformWohnungshaltung
Krankheiten/ HandicapsFIV positiv

Den Unterschied zwischen einer unfreiwilligen Streunerkatze und einer Hauskatze mit Freigang zu erkennen, ist oft nicht leicht. Meist führt der Irrglaube, die Katze habe ein Zuhause, dazu, dass oft viele Wochen und Monate vergehen, bis dem umherirrende Tier Hilfe zuteilwird. Auch Minerva (geb. ca. 07/2023) war wohl schon lange unterwegs, bis ihre missliche Lage richtig eingeschätzt wurde. Immer wieder wurde sie in einem Garten beobachtet, dass sie um Futter bettelte. Erst als sie immer dünner, ihr Fell immer struppiger und ihr Blick immer verzweifelter wurde, nahm man sich der Kätzin an und informierte unsere Tierschutzkollegen.

Minerva wurde im Tierheim gründlich durchgecheckt und leider wurde bei der routinemäßig durchgeführten Blutentnahme ein positives Ergebnis für FIV festgestellt – ein Tribut an das entbehrungsreiche Straßenleben mit all seinen Infektionsquellen. Zudem litt Minerva unter einer starken Bindehautentzündung, die eine mehrwöchige medikamentöse Therapie und tägliche Verabreichung von ungeliebten Augentropfen bedeutete. Minerva ergab sich tapfer in ihr Schicksal, denn sie schien zu spüren, dass trotz des wenig angenehmen Behandlungsmarathons doch irgendwie bessere Zeiten angebrochen zu sein schienen. Mit Abschluss der Quarantänezeit und der erfolgreichen Augenbehandlung, durfte Minerva zur Belohnung für ihre brave Kooperation in eine Pflegestelle umziehen.

Minerva setzte damit gefühlt ein Pfötchen über die Schwelle ins Paradies. Die ruhige und heimelige Umgebung, die Wärme und Sicherheit von bequemen Schlafplätzchen und die mit sanften Worten angebotenen Liebkosungen ließen Minerva regelrecht aufblühen. Mit gutem Appetit ließ sie die Zeiten des Hungers und des Mangels hinter sich nahm gut an Gewicht zu. Mittlerweile vielleicht etwas zu gut. Figurmäßig ist sie ein klein wenig übers Ziel hinausgeschossen, aber es ist halt alles so herrlich lecker. Im neuen Zuhause sollte darauf geachtet werden, dass weniger Leckerchen aber mehr Bewegung Minerva noch besser zu Gesicht stehen würden.

Ihr aufregendes Fellmuster lenkt wahrscheinlich ein wenig von ihren Pölsterchen ab. Die Beschreibung „grau-rot getigert“ wird ihr ebenso gerecht, als würde man einen funkelnden Brillianten als Mineral aus Kohlenstoff bezeichnen. Alle nur erdenklichen Erdtöne, von cremefarbenem Sand über roten Lehm und grauem Granit bis hin zu dunkelstem Torf vereinen sich zu einem einzigartigen Muster und verstrudeln sich an den Beinchen zu grafischen Tigerstreifen.

Minervas Pflegestelle schwärmt in den höchsten Tönen von ihr. Bereits ein Blick reicht aus, um einen Schmusemechanismus zu aktivieren, bei dem sich Minerva schwungvoll auf die Seite wirft und sich laut schnurrend unaufhörlich an allem reibt, was zu ihren geliebten Menschen gehört. Als samtpfötige Hausgenossin könnte man sich wohl kaum eine angenehmere Begleitung wünschen. Minerva ist liebevoll, sanftmütig, besitzt ein ruhiges und ausgeglichenes Wesen, ist unaufdringlich aber dennoch anschmiegsam und einfach das, was man mit Fug und Recht und ohne Übertreibung eine Traumkatze nennen kann.

Als kätzischen Lebensgefährten wünscht sich Minerva ein passendes Pendant zum Schmusen, Faulenzen und Ballspielen. Ruhig und freundlich und keineswegs dominant oder quirlig – so stellt sich Minerva die ideale Katzenfreundin oder den perfekten Kater-Gentleman vor. Ein abgenetzter Balkon zum Dösen in der Sonne würde ein Sahnehäubchen auf ihre Zukunft setzen.

Minerva ist kastriert geimpft und negativ auf FeLV getestet. Ihr positiver FIV-Test war ein Zufallsbefund und sie zeigt diesbezüglich keinerlei Symptome. Ihr Mikrochip und EU-Heimtierpass versetzen sie in die Lage, jederzeit in den Reisebus zu steigen und in ihr Glück loszubrausen.

Minerva, die römische Göttin der Weisheit. Seien Sie weise und ergreifen Sie Ihre Chance für ein ganz wundervolles Katzengeschöpf.

Minerva freut sich auch über liebe Paten, die ihre Versorgung finanziell unterstützen.