Lady
| Name | Lady |
| ID-Nummer | ID 26/015 |
| Geschlecht | weiblich |
| Geburtsdatum | geb. ca. 04/2019 |
| Rasse | EKH |
| Farbe | schildpatt |
| Eigenschaften | sozial |
| Haltungsform | Wohnungshaltung |
| Krankheiten/ Handicaps | s. Text |
Die eigenen Grenzen zu erkennen, ist eine der wichtigsten Regeln im Tierschutz. Groß ist der Wunsch, allen helfen zu wollen, doch er wird sich niemals erfüllen. Hält man ungeachtet der gegebenen Möglichkeiten und Ressourcen dennoch an diesem unrealistischen Plan fest, dann werden Tierschützer zu Tierquälern.
Eine ältere Frau, die in ursprünglich guter Absicht, Katzen von der Straße holte und diese in Ermangelung einer artgerechten Unterbringungsmöglichkeit, in einer verlassenen und baufälligen Bar zusammenpferchte, brachte ihren „Schützlingen“ unendlich großes Leid. Als die Frau starb, wurden alle Tiere von einer Perrera abgeholt und einem traurigen Schicksal zugeführt. Drei Katzen wurden allerdings bei der Einfangaktion übersehen und zurückgelassen. Eine Hundepflegestelle unseres Partnertierheims, die in der Nähe wohnte, erfuhr von dem armen Trio und setzte alle Hebel in Bewegung, um sie zu retten.
Die drei Katzendamen, die sich alle im besten Katzenalter befanden, wurden entsprechend Lady, Madame und Miss genannt und im Tierheim aufgenommen.
Bei ihrer Rettung heulte Lady wenig ladylike wie eine Sirene. Doch auch wenn es sich für sie nicht so richtig nach einer Rettung anfühlte und sie riesengroße Angst hatte, schwang in ihrem klagenden Maunzen doch auch ein wenig Hoffnung mit. Sie verkroch sich nicht, sondern drückte sich auf den Boden und ergab sich in ihr Schicksal.
Auch die medizinische Eingangskontrolle und die Quarantänezeit in einer Einzelbox trugen nicht wirklich zu einer Vertrauensbildung bei. Doch ein stets gefüllter Fressnapf, ein sauberes Klöchen und ein weiches Bett waren schon ein Quantensprung zu ihrem früheren Leben. Und Ladys große Hoffnung, dass ihr Leben nun eine positive Wendung erfahren würde, erfüllte sich, als sie endlich in ein Gemeinschaftszimmer zu anderen Katzen ziehen durfte. Das hatte ihr so gefehlt. Gleichgesinnte Schicksalskameraden, mit denen sich austauschen konnte und die berichteten, dass es hier im Tierheim doch gar nicht so schlecht war.
Lady vertraute auf die Erfahrung der schon länger hier lebenden Artgenossen und traute sich sogar, sich auf das Abenteuer „Mensch“ einzulassen. Bisher waren ihre Erfahrungen dieser Spezies gegenüber nicht die besten. Aber man soll ja nicht alle über einen Kamm scheren.
Die sanften Streicheleinheiten, die von lieben Worten begleitet wurden, waren doch recht nett – um nicht zu sagen – richtig großartig. Vertraute Pfleger im Tierheim dürfen mit Lady schon richtig schmusen. Fremden gegenüber hat sie noch Vorbehalte. In ihrem neuen Zuhause, dass ihr eine ruhige und heimelige Atmosphäre bescheren sollte, wird sie gemäß ihrem großen Potential, schnelle Fortschritte machen, vorausgesetzt, man bringt ihr in der Anfangszeit Liebe und Geduld für eine Eingewöhnung in ihrem eigenen Tempo entgegen. Mit etwas Katzenerfahrung und Fingerspitzengefühl wird man aus Lady eine richtige Schmusekatze herausstreicheln können.
Natürlich sollte Lady auch wieder Katzengesellschaft bekommen. Mindestens ein nettes Samtpfötchen, problemlos aber auch eine kleine Gruppe tragen zu ihrem Wohlbefinden bei. Und spielerisch kann man von den Alteingesessenen ja schließlich auch noch eine Menge lernen.
Nach ihrer dunklen Vergangenheit in einem abrissreifen Gemäuer, wäre ein gesicherter Balkon die perfekte Belohnung für unsere Lady. Warme Sonnenstrahlen im Pelz, ein leises Lüftchen um die Nase sind alles Genüsse, die Lady überhaupt nicht kennt.
Ihre Kleidung ist einer wahren Lady entsprechend angemessen gewählt. Über einer adretten weißen Bluse trägt Lady ein wunderschönes rotschwarz gemustertes Seidenkleid, das sie atemberaubend aussehen lässt.
Inzwischen wurden Lady die meisten Zähne gezogen. Ein großer Eingriff, der aber sehr zu ihrem Wohlbefinden beigetragen hat, da sie unter Schmerzen litt.
Lady ist bereit für den wichtigsten Schritt in ihrem Leben, der sie in eine glückliche Zukunft führen wird. Für die Reise hat sie sich perfekt vorbereitet. Sie ist kastriert, geimpft, negativ auf FIV und FeLV getestet und mit Mikrochip und EU-Heimtierausweis auch für eine innereuropäische Reise bestens gerüstet.
Die wahre Stärke einer Lady zeigt sich, wie sie mit Herausforderungen umgeht.
Lady freut sich auch über liebe Paten, die ihre Versorgung finanziell unterstützen.
















