Yunque

NameYunque
ID-NummerID 26/038
Geschlechtmännlich
Geburtsdatumgeb. ca. 11/2020
RasseEKH
Farbegrau getigert
Eigenschaftensozial
HaltungsformWohnungshaltung
Krankheiten/ HandicapsFIV positiv, s. Text

Selbst für langjährige Tierschützer, die schon viele Katzen in Not gesehen haben, bot Yunque (geb. ca. 11/2020) ein Bild des Jammers. Der arme Kater war dünn und struppig, zumindest an den Körperstellen, wo er noch Fell hatte. Großflächig war ihm das Fell ausgefallen, die Haut war gerötet und über und über mit nässenden, eitrigen Pusteln übersäht und an vielen Stellen blutig aufgekratzt. Er schüttelte permanent den Kopf und kratzte sich in den Ohren. Die betreute Katzenkolonie befand sich in unmittelbarer Nachbarschaft eines Krankenhauses und dort hätte Yunque eigentlich dringend hingehört. Zum Glück war Yunque alles andere als scheu und ließ sich absolut problemlos einfangen, ganz als würde er spüren, dass endlich Hilfe nahte.

Yunque wurde in die tierheimeigene Tierklinik gebracht und sofort gründlich untersucht. Für die Tierärzte und Pfleger gab es reichlich zu tun. Yunque litt zusätzlich noch an Schnupfen und Durchfall und hatte Probleme beim Kauen. Die folgenden Wochen musste er isoliert in der Quarantänestation verbringen. Sein Alltag bestand aus Hauttinkturen und Salben, Ohrenreinigungen und -tropfen, Tabletten und Spritzen und wenig schmackhaftem Diätfutter. Prozeduren, mit denen man sich bei Katzen normalerweise alles andere als beliebt macht. Nicht so bei Yunque. Er ließ alles mit einer Engelsgeduld über sich ergehen und genoss die Zuwendung sogar. Leider wurde im Rahmen der Blutuntersuchungen ein positiver FIV-Test festgestellt, der verbunden mit einem schwächeren Immunsystem, Yunques Symptome sicherlich verschlimmert hatte. Doch als Trostpflaster durfte Yunque nach überstandenem Behandlungsmarathon in eine Pflegstelle ziehen.

Dort traf er auf Kater Julio, gegen den Yunque zwar nichts hatte, mit dem ihn aber auch keine Freundschaft verband. Beide Kater zogen es vor, ohne den jeweils anderen ihren Tag zu verbringen. Doch das änderte sich schlagartig, als Principito einzog, nachdem Julio ein Zuhause gefunden hatte. Wie bei uns Menschen, trifft auch bei Katzen die Sympathie die Entscheidung. Principito und Yunque mochten sich auf Anhieb und verbringen den ganzen Tag miteinander. Sie putzen sich gegenseitig, faulenzen in der Sonne, gehen gemeinsam an den Napf und schlafen nachts zusammengekuschelt.

Wir wissen, wie schwer es ist, für ein FIV-positiv getestetes Tier ein Zuhause zu finden. Und für zwei FIVerlinge ein gemeinsames Zuhause zu finden, ist nicht doppelt so schwer, sondern ist, als würde man eine Nadel im Heuhaufen suchen. Aber man darf ja trotzdem träumen…..

Bei Menschen ist Yunque nicht so wählerisch. Er findet alle toll. Menschen liebt er über alle Maße, lässt sich gerne auf den Arm heben und umhertragen, auf den Schoß setzen und natürlich kommt er auch ins Bett gekrabbelt. Yunque hat eine spezielle Technik des Dauerschnurrens perfektioniert, ohne dass er zwischendurch mal Luft holen muss. Mit seiner anschmiegsamen Art wickelt er auch wirklich jedem um die Pfote und seinem Charme kann man sich schwerlich entziehen.

Wie alle Katzen liebt auch Yunque ein Sonnenbad, so dass man ihm mit einem abgenetzten Balkon eine große Freude bereiten würde.

Inzwischen ist Yunque kaum wiederzuerkennen. Sein Pelzchen ist (nicht zuletzt durch Principitos liebevolle Pflege) wieder dicht und weich geworden und mit seinem runden Köpfchen und den dicken Katerbacken sieht er aus wie ein Teddybär, der Margarete Steiff zur Ehre gereicht hätte. Und die gleiche Stimme hat er auch.

Wer einen Schmusebären sucht, der ist bei Yunque genau richtig. Mit ihm bekommt man einen wundervollen Kater mit großartigem Charakter.

Yunque ist bereit in die große weite Welt hinauszuziehen und sein Glück zu suchen. Er ist kastriert, geimpft, negativ auf FeLV aber positiv auf FIV getestet und mit seinem Mikrochip und EU-Reisepass für jedes Reiseziel gerüstet.

„Ein Teddybär ist Vertrauen, Geduld und Liebe in eine weiche Hülle verpackt.“  (Barbara Davis)

Yunque freut sich auch über liebe Paten, die seine Versorgung finanziell unterstützen.