Cochimochi
| Name | Cochimochi |
| ID-Nummer | ID 26/048 |
| Geschlecht | männlich |
| Geburtsdatum | geb. ca. 02/2023 |
| Rasse | EKH |
| Farbe | rot getigert |
| Eigenschaften | sozial |
| Haltungsform | Wohnungshaltung |
| Krankheiten/ Handicaps | s. Text |
Die von Tierschützern betreuten Katzenkolonien sind die einzige Möglichkeit, heimatlosen Katzen ihre harten Lebensbedingungen ein wenig zu verbessern. Es gibt hier zwei Gruppen von Katzen. Die erste umfasst Katzen, die gesund und kräftig genug sind, um nach erfolgter Kastration wieder in die Kolonie zurückgesetzt zu werden. In der Gruppe 2 finden sich sehr junge, kranke oder verletzte Tiere, die es nicht schaffen würden, zu überleben, und die im Tierheim aufgenommen, versorgt und vermittelt werden. Nichts schmerzt mehr, als wenn das Schicksal erbarmungslos zuschlägt und ein Tier von der ersten Gruppe in die zweite katapultiert. Es macht einem die Ohnmacht gegenwärtig, bei zu vielen Tieren und zu knappen Ressourcen nicht alle retten oder vor Unheil bewahren zu können. Eines dieser Schicksals-Schnäuzchen ist Cochimochi (geb. ca. 02/2023), der seit seiner Kindheit in einer solchen Kolonie lebte. Immer wenn die Betreuerin zum Füttern kam, warf er sich schnurrend auf den Rücken, rieb sich an ihren Beinen und bettelte um Zuwendung. Vertrauensvolle Katzen sind besonders gefährdet. Ein Auto erfasste Cochimochi und der Fahrer ließ ihn am Straßenrand zurück, ohne auch nur anzuhalten. Cochimochi war schwer verletzt. Die Mittelfußknochen seines linken Hinterbeins waren zertrümmert und mussten in einer Notoperation mit Metallstiften stabilisiert werden. Zum Glück konnte das Beinchen gerettet und Cochimochis starke Schmerzen medikamentös gelindert werden. Cochimochi musste lange Zeit auf der Krankenstation in einer engen Box verbringen, um sein Bein zu schonen. Zusätzlich litt er unter einer Entzündung des rechten Auges und musste mehrmals täglich die Gabe von Augentropfen über sich ergehen lassen.
Doch nun ist die langwierige Rekonvaleszenzzeit endlich vorbei. Die Tierärzte zeigten sich angesichts der Abschlussuntersuchungen äußerst zufrieden. Die schwierige Fraktur ist vollständig verknöchert und somit komplett verheilt und Cochimochi benötigt keinerlei Therapie mehr.
Schmerzbedingt zog sich Cochimochi zunächst in Kuschelhöhlen zurück, als er ins Gemeinschaftszimmer umziehen durfte. Doch nach und nach nahm er mehr am Gesellschaftsleben teil und hatte mit seinen Mitkatzen keinerlei Probleme. Er versteht sich mit ihnen wunderbar, ist aber momentan eher Zuschauer als Akteur. Für ihn ist noch alles neu und etwas überfordernd.
Noch benötigt der wunderschöne Rottiger viel Ruhe. Die unangenehmen medizinischen Behandlungen und die tapfer ertragenen Schmerzen haben ihn skeptisch und vorsichtig gemacht, so dass er sich meist zurückzieht. Es wird noch Zeit brauchen, bis er wieder Vertrauen aufbaut und merkt, dass Hände ihn nicht mehr festhalten, sondern nur noch streicheln und liebkosen wollen. Doch unter der schüchternen Schutzhülle schlummert der eigentliche anhängliche und verschmuste Cochimochi, der er vor seinem schlimmen Unfall in der Kolonie war. Und der muss nun am besten in einem geborgenen Zuhause mit Geduld sanft herausgestreichelt werden.
Cochimochi braucht Menschen, die seine Sprache sprechen. Menschen, die ihn keinesfalls bedrängen, weil er sonst eine Abwehrhaltung einnimmt. Menschen, die seine Individualdistanz respektieren und ihn das Tempo selbst bestimmen lassen. Und aus dieser Sicherheit heraus, wird Cochimochi wieder Vertrauen fassen und zum Schmuser mutieren.
Sein neues Zuhause sollte ruhig sein und ihm gerade in der Anfangszeit viele Rückzugsmöglichkeiten bieten. Ein abgenetzter Balkon um frische Luft zu schnuppern und sich das Feuerpelzchen richtig durchglühen zu lassen, wäre für ihn ganz wunderbar. Auch auf pelzige Freunde sollte Cochimochi keinesfalls verzichten müssen. Er genießt die Gesellschaft von Artgenossen und würde ein Dasein als Einzelkater ganz schrecklich finden.
Cochimochis Name ist eine Wortschöpfung aus „cochi (Schweinchen)“ und „mochi (eine süße Nachspeise)“ und ist eine Koseform für „knuddeliges Dickerchen“. Dick ist Cochimochi keineswegs – knuddelig aber allemal.
Cochimochi ist nun bereit den nächsten Schritt ins Glück zu wagen. Er ist bereits kastriert, geimpft, negativ auf FIV und FeLV getestet und trägt brav einen Mikrochip. Mit seinem nigelnagelneuen EU-Heimtierausweis darf er sich sofort in den Bus setzen.
Pellen Sie die schüchterne Schale ab und entdecken Sie Cochimochis süßen Kern.
Cochimochi freut sich auch über liebe Paten, die seine Versorgung finanziell unterstützen.


















