Lofoten
| Name | Lofoten |
| ID-Nummer | ID 26/051 |
| Geschlecht | männlich |
| Geburtsdatum | geb. ca. 03/2019 |
| Rasse | Langhaar-Mix |
| Farbe | grau getigert |
| Eigenschaften | sozial |
| Haltungsform | Wohnungshaltung |
| Krankheiten/ Handicaps | s. Text |
Animal Hoarding – ein furchtbarer Teufelskreis. Die Sucht Tiere zu sammeln, schafft unglaubliches Leid – für Tier und Mensch. Die aufgrund fehlender Kastration stetig steigende Zahl von Tieren, wächst den betroffenen Menschen förmlich über den Kopf. Krankhaft ist dabei das Unvermögen, dies zu erkennen und Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Ein Ehepaar, das mehr als 40 Katzen in einer kleinen Wohnung hielt, konnte mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl überredet werden, die meisten Tiere abzugeben, die inzwischen alle ein schönes Zuhause gefunden und sich prächtig entwickelt haben. Doch unsere Tierschutzkollegen blieben geduldig am Ball und konnten nun nach fast eineinhalb Jahren die (hoffentlich) letzten 13 Katzen aus dieser unzumutbaren Tierhaltung herausholen. Jahrelang erlebten sie nichts als Dreck, Vernachlässigung und Enge und dies hinterlässt natürlich Spuren in einer Katzenseele.
Wer von uns hat sich nicht schon einmal nach einer Trauminsel gesehnt? Auch Katzen haben solche Träume. Ihre Trauminseln sind allerdings viel bescheidener und Palmen wachsen dort höchstens im Blumentopf – ein voller Fressnapf, ein sauberes Klöchen, ein weiches Kuschelbettchen und sanfte Streicheleinheiten sind für sie bereits das Paradies. Alle Animal Hoarder-Katzen erhielten den Namen eines unserer Sehnsuchtsorte – eine Trauminsel für eine Traumkatze.
Lofoten (geb. ca. 03/2019) wurde nach der gleichnamigen Inselgruppe vor der Nordwestküste Norwegens benannt. Vielleicht entsprechen die nördlich des Polarkreises befindlichen Lofoten nicht unbedingt der landläufigen Vorstellung von einer Trauminsel, doch die schroffen Berge und Naturphänomene wie die Mitternachtssonne und die Polarlichter haben eine Schönheit, der man sich schwerlich entziehen kann. Ganz so wie unser samtpfötiger Lofoten, der mit seinen eisblauen Augen und der aparten Gesichtszeichnung ein wunderhübscher Naturbursche ist. Mit seiner pluschigen Jacke hat er sich auch passend gekleidet. Nun könnte man meinen, dass so ein dichtes Pelzchen im heißen Spanien keine so wirklich gute Idee ist. Doch da Lofoten den festen Plan hat, ins kühle(re) Deutschland zu reisen, hat er alles richtig gemacht.
Lofoten hatte an der Vernachlässigung in seinem früheren „Zuhause“ nach seiner Aufnahme im Tierheim noch eine ganze Weile zu knabbern. Er litt an einer virusbedingten Augeninfektion, die eine lange Behandlungszeit in der Isolation der Quarantäne erforderlich machte. Die langweilige Zeit, die ihm die Tierpfleger mit vielen Streicheleinheiten versüßten, hat Lofoten gut genutzt. Denn war er zu Beginn wie all seine Leidensgenossen noch sehr schüchtern und zurückhaltend, so hat er sich in der Zwischenzeit zu einem Superschmuser gewandelt, der die Bezeichnung „Traumkater“ mehr als verdient.
Auch wenn er der meistbekuschelte Kater in der Quarantänestation war, so ist Lofoten doch froh, endlich wieder unter Artgenossen zu kommen und genießt seine neue Freiheit im Gemeinschaftszimmer. Freundschaften zu schließen, ist ihm noch nie schwergefallen, da er die gleiche große Sozialkompetenz wie alle seine Fellkollegen aus dem Animal Hoarder Haushalt besitzt. So sollte im neuen Zuhause unbedingt schon ein freundliches Samtpfötchen auf ihn warten – gerne auch mehrere.
Die meisten seiner Schicksalsgenossen haben bereits ein schönes Zuhause gefunden. Lofoten muss sich jetzt ganz doll beeilen, um die durch die Therapie bedingte verlorene Zeit wieder aufzuholen und es ihnen nachzutun. Aber das sollte ihm eigentlich nicht schwerfallen, denn er ist ein so sanftmütiger und angenehmer Lebensbegleiter, dass er bestimmt ganz liebe Menschen für sich einnehmen kann. Lofoten besitzt einen ruhigen und ausgeglichenen Charakter, so dass er auch ein entsprechendes Zuhause sucht. Lärm, Trubel und Unruhe sind so gar nichts für ihn. Er liebt das beschauliche Inselleben, wo man sich zusammenkuschelt und die Gemeinsamkeit genießt.
Nicht nur kleidungstechnisch ist Lofoten für seine Reise gut gerüstet. Er ist auch ansonsten komplett darauf vorbereitet, so schnell wie möglich in den Bus zu steigen. Er ist bereits kastriert, geimpft, negativ auf FIV und FeLV getestet und mit seinem Mikrochip und EU-Heimtierausweis darf er jederzeit die große Fahrt antreten.
So beschrieb Fridtjof Nansen die Lofoten:
„Die Natur, stark und wild, ist wie eine alte, in Schnee gemeißelte Sage, die manchmal in so zarter und feiner Stimmung ist wie ein Gedicht.“
Hat er womöglich unseren Lofoten gemeint?
Lofoten freut sich auch über liebe Paten, die seine Versorgung finanziell unterstützen.













