Mabel
| Name | Mabel |
| ID-Nummer | ID 26/068 |
| Geschlecht | weiblich |
| Geburtsdatum | geb. ca. 05/2025 |
| Rasse | Siam-Mix |
| Farbe | tabby point |
| Eigenschaften | sozial |
| Haltungsform | Wohnungshaltung |
| Krankheiten/ Handicaps | – |
„Die Polizei – dein Freund und Helfer“. Im Tierschutz gilt dieses Sprichwort in besonderem Maße, denn nicht selten werden Polizisten selbst zu Tierschützern, wenn sie ein hilfsbedürftiges Tier ins Tierheim bringen. In diesem Fall war es die junge Mabel (geb. ca. 05/2025), die in der Nähe einer Katzenkolonie gefunden wurde. Vielleicht war es auch ihr gepflegtes Siam-Pelzchen, das ihr geholfen hat, als unfreiwillige Straßenkatze erkannt zu werden, ein Vorteil, den die meisten Europäisch kurzhaarigen Leidensgenossen nicht haben. Obwohl Mabel nur aus purer Angst bestand, lief sie zum Glück nicht weg, sondern erstarrte förmlich und ließ sich ohne Gegenwehr einfangen.
Im Tierheim angekommen, führte der erste Weg auf den Tisch der Tierärztin, die nichts an Mabels Gesundheitszustand zu bemängeln hatte und Mabel ein besonderes Lob für vorbildliches und kooperatives Verhalten aussprach. Dieses Kompliment verpuffte allerdings in Mabels Ohren. Mit schreckensweiten Augen und kaum zu Atmen wagend, hatte sie ganz andere Sorgen. Alles war fremd und unheimlich und ihr Plan, sich eine Tarnkappe überzustülpen und unsichtbar zu machen, ging in der kleinen Quarantänebox ohne jegliche Versteckmöglichkeiten nicht auf. Die immer wieder sanft angebotenen Liebkosungen konnten Mabel auch nicht trösten. Die Berührungen, bei denen sie jedes einzelne Haar anspannte, tolerierte sie tapfer – eine Zuversicht, dass sie nun gerettet war, konnte sie daraus aber leider nicht schöpfen.
Für Mabel besserte sich die Situation erst, als sie nach Ablauf der Quarantänezeit in ein Katzengemeinschaftszimmer umziehen durfte. Hier hatte sie Platz und Versteckmöglichkeiten, von denen sie gerne Gebrauch machte. Am liebsten drückte sie sich tief in ein weiches Kuschelbettchen oder kruschtelte sich unter eine Decke, was bei den warmen spanischen Temperaturen nicht unbedingt entspannend war. Der größte Lichtblick waren in Mabels wunderschönen himmelblauen Augen allerdings die Artgenossen, in deren Mitte sie sich geborgener und wohler fühlte und die den Neuankömmling auch mit offenen Pfoten empfingen. Mabel zeigt nicht nur optisch ihre siamesischen Wurzeln. Auch in puncto Geselligkeit stellt sie die typische Sozialkompetenz unter Beweis.
Menschen ängstigen Mabel noch sehr. Der große Pluspunkt ist, dass Mabel bei vorsichtiger Annäherung sich nur zusammenduckt und nicht flüchtet. Unter ihrer schüchternen Schale liegt ein Kern mit ganz großem Potential verborgen. Mit sanfter Geduld wird man die hübsche Nuss knacken und die eigentliche Mabel entdecken, die im tiefen Herzen mit Sicherheit eine Schmusekatze ist, die sich einfach nur noch nicht traut. Und diese liebevollen Nussknacker suchen wir nun für die bezaubernde Mabel, die sie ganz in ihrem eigenen Tempo ankommen lassen und anbieten ohne einzufordern. Mabel benötigt ruhige Rückzugsorte in einem Haushalt, wo Trubel und Unruhe Fremdworte sind und wo ihr feste Bezugspartner einen stabilen Boden bereiten, auf den sie sicher ihre Samtpfötchen setzen kann.
Ganz ohne Hilfe muss man natürlich nicht auskommen. Freundliche Artgenossen, die Mabel auf ihre Weise zeigen, dass man keine Angst mehr haben muss, sind die besten Voraussetzungen dafür, dass Mabel sich schnell einlebt. Für Mabel sind andere Samtpfötchen kein „Nice-to have“, sondern ein absolutes „Must-have“, um glücklich und zufrieden zu sein.
Mabel ist noch eine sehr junge Katze, die ein altersentsprechendes Katzenleben noch gar nicht kennengelernt hat. Spielzeug, Klettermöglichkeiten und alles, was ein junges Katzenleben so lebenswert und aufregend macht, muss sie erst noch entdecken. Ein abgenetzter Balkon mit seinen Annehmlichkeiten an der frischen Luft, könnte sicherlich ihre Neugier wecken und sie aus der Reserve locken. Und wie schön wird es dann für Mabel sein, ihr hübsches Pelzchen in der Sonne zu wärmen.
Auch wenn Mabel momentan sicherlich ein bisschen Bammel vor der großen Reise hat – erst einmal am Ziel angekommen, wird sie uns zustimmen, dass es der richtige Schritt war.
Mabel ist bereits kastriert, geimpft, negativ auf FIV und FeLV getestet und mit Mikrochip und EU-Heimtierausweis ausreisefertig. Nervosität ist ja normal.
„Blaue Augen Himmelsstern, küssen und poussieren gern“
Wir sind sicher, dass Mabel diesem Sprichwort sehr bald zur Ehre gereichen wird.
Mabel freut sich auch über liebe Paten, die ihre Versorgung finanziell unterstützen.




























