Caramelo
| Name | Caramelo |
| ID-Nummer | ID 26/096 |
| Geschlecht | männlich |
| Geburtsdatum | geb. ca. 05/2022 |
| Rasse | EKH |
| Farbe | rot getigert |
| Eigenschaften | keine Einzelhaltung |
| Haltungsform | Wohnungshaltung |
| Krankheiten/ Handicaps | – |
Gut gemeint ist nicht auch immer gut gemacht. Eine ältere Frau, die seit Jahren Katzen von der Straße gerettet und bis zu ihrer Vermittlung bei sich zuhause untergebracht hat, bat nun unser spanisches Partnertierheim um Unterstützung. Die Katzenfreundin hat gesundheitliche Probleme und erblindet langsam, so dass sie sich um ihre Katzen, ca. 18 an der Zahl, nicht mehr kümmern kann. In Ermangelung von ausreichend Platz waren die Katzen bei ihr in Käfigen untergebracht. Sie waren zwar in Sicherheit vor den Gefahren der Straße doch weit entfernt von tierschutzgerechten Lebensbedingungen. Nach und nach wurden die Katzen im Tierheim aufgenommen und Caramelo gehörte zu den letzten Tieren, die endlich die unzumutbare Enge verlassen durften.
Die Aufnahme im Tierheim fühlte sich für Caramelo erst einmal gar nicht anders an. Zu den Aufnahmeritualen, um die kein Tier herumkommt, gehört zunächst die medizinische Eingangsuntersuchung, die glücklicherweise keinerlei Beanstandungen an seiner Gesundheit hatte, und die vorgeschriebene Quarantänezeit, die für Caramelo ebenfalls die Enge einer Box bedeutete. Caramelo fügte sich in sein Schicksal und schien die Hoffnung auf ein besseres Leben schon abgehakt zu haben. Ruhig und ängstlich beobachtete er seine Umgebung mit großen Augen und konnte selbst den angebotenen Leckerchen nicht so viel abgewinnen.
Als er endlich nach überstandener „Einzelhaft“ endlich in ein Gemeinschaftszimmer umziehen durfte, waren die Verstecke sein sofort angesteuertes Ziel. Wenn man nach Caramelo schauen wollte, waren die Kuschelhöhlen der Kratzbäume oder die Wandborde eine gute Idee, um ihn zu finden. Ansonsten musste man sich auf den Boden knien und unter die Möbelstücke schauen. Hier sitzt er meist in Gesellschaft anderer Angsthäschen und die körperliche Nähe zu einem Gleichgesinnten gibt ihm Geborgenheit. Mittlerweile traut sich Caramelo auch auf die Kratzbaumplattformen, behält die Höhle aber als Fluchtmöglichkeit immer im Blick. Ihm immer wieder Streicheleinheiten anzubieten, um ihm Zuversicht zu geben, fällt nun natürlich bedeutend leichter, da man sich nicht mehr flach auf den Boden legen muss, um ihn vorsichtig mit einer Fingerspitze zu berühren. Caramelo lässt Berührungen durchaus zu. Niemals würde er fauchen oder eine Abwehrbewegung mit der Pfote machen. So richtig geheuer sind sie ihm allerdings noch nicht. Aber das kommt noch. Caramelo ist noch nicht so lange im Tierheim und zeigt ein wirklich gutes Potential, dass er wie ein Schmetterling seinen Schutzkokon bald abwirft und sich als richtiger Schmuser entpuppt.
Artgenossen sind für Caramelo so wichtig, wie der Sauerstoff zum Atmen. Ohne sie würde er sich einsam und verloren fühlen und so muss er auch in seinem zukünftigen Zuhause unbedingt die Gesellschaft eines freundlichen Pelzkumpelchen haben. Am besten wäre es, wenn es sich um einen souveränen Menschenkenner handeln würde, von dem sich Caramelo den vertrauensvollen Umgang abgucken könnte und sieht, dass nichts Schlimmes mehr passiert.
Caramelo benötigt ein ruhiges Zuhause mit stabilen Abläufen, festen Bezugspersonen und genügend Rückzugsmöglichkeiten, um sich nicht wie auf dem Präsentierteller zu fühlen. Seines Menschen sollten die Geduld besitzen, Caramelo sich nach seinem Tempo entwickeln zu lassen, oder etwas von ihm zu erwarten oder ihn gar zu drängen. Der süße Schatz wird besonders nach dem langen Transport Ruhe und Rücksichtnahme benötigen aber diese Toleranz reich belohnen. In ihm schlummert ein sensibles Herz, das sich nach Nähe und Zuneigung sehnt und sich nur noch nicht so richtig traut.
Den Namen Caramelo braucht man wohl kaum zu erklären. Im Spanischen wird er sowohl für Süßigkeiten, als auch für Karamell benutzt. Sein honigfarbenes Fell gepaart mit cremigem Weiß passt perfekt zu der süßen Leckerei und lässt jedem Katzenkenner das Wasser im Munde zusammenlaufen.
Für den nächsten und ganz großen Schritt in seinem Leben, ist Caramelo vorbereitet. Er ist kastriert, geimpft, negativ auf FIV und FeLV getestet und hat mit Mikrochip und EU-Heimtierpass auch alle administrativen Vorgaben erledigt.
„Ein ganz klein wenig Süßes kann viel Bitteres verschwinden machen.“ (Francesco Petrarca)
Caramelo freut sich auch über liebe Paten, die seine Versorgung finanziell unterstützen.












