Ostern 2025 ist leider meine Schwarz-Weiß-Katze Luna verstorben. Es ging alles ziemlich schnell. Nach den Symptomen zu urteilen, war es Nierenversagen.
Meine Zweitkatze Maja hat Luna dann sehr vermisst und ist einige Tage durch die ganze Wohnung getapst und hat wohl ihre Partnerin gesucht. Maja hat auch nur noch wenig gefressen und stark abgenommen. Was tun?
Ich habe alle Tierheime der näheren Umgebung im Intranet besucht und nach einer Wohnungskatze gesucht. Dies war allerdings gar nicht so einfach.
Die Katze sollte natürlich sozial, verträglich und hundeerfahren sein.
Bei mir ist untertags nämlich der Nachbarhund Paulo, ein Mini Aussi, der seit seiner Welpenzeit an Katzen gewöhnt ist.
Die meisten Katzen waren Freigänger, Einzelprinzessinnen oder mit Hunden nicht verträglich. Es war halt nicht die richtige dabei.
Durch Zufall bin ich auf meiner Suche bei den Traumkatzen gelandet und habe den Fragebogen eigentlich ohne große Hoffnung ausgefüllt und weitergeleitet. Es hat auch nicht lange gedauert, dann hat mich eine nette Frau – Marianne – angerufen.
Wir haben lange telefoniert und sind immer noch miteinander in Kontakt. Mari hat mir dann ein Video von Maui geschickt, auch mit dem bestandenen Hundetest. Maui stammte mit vielen weiteren Katzen aus einem Messi-Haushalt.
Umgekehrt habe ich diverse Fotos von Maja und Luna sowie vom Hund Paulo an Mari weitergeleitet.
Maja lebte früher mit 4 weiteren Katzen bei einer Nachbarin. Im Urlaub habe ich deren Katzen immer versorgt. Maja kannte mich also. Seit Anfang 2016 ist Maja bei uns bzw. bei mir. Meine Frau Babsi ist leider letztes Jahr nach langer Krankheit verstorben.
Mein Bekanntenkreis erklärte mich für ein bisschen verrückt, als ich ihnen euphorisch erzählt habe, dass ich eine Katze aus dem Tierheim in Madrid holen will. Aber mein Bauchgefühl sagte mir, dass es bestimmt klappen wird mit Maja und Paulo.
Ich bin heute froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe.
Am 12. Juni 2025 war es dann endlich so weit. Die notwendigen Formalitäten waren erledigt und Maui kam mit einer sehr netten Flugpatin vormittags am Münchner Flughafen an. Ein Freund von mir hat mich mit meinem Auto gefahren. Ich wollte auf der Heimfahrt neben Maui auf der Rückbank sitzen.
Bereits vor dem Ausgang lächelte mich die nette Flugpatin an. In einer Hand eine Transportbox mit Maui. Meine Freude war riesig. Meine in der Nähe wohnende Nichte hat sich gut auf Englisch mit der Flugpatin unterhalten.
Nach der herzlichen Verabschiedung ging es schnurstracks zum Auto und auf die gut zweistündige Heimfahrt Richtung Berchtesgaden. Maui ist während der ganzen Fahrt entspannt in ihrer Box gelegen und hat keinen Ton von sich gegeben.
Zu Hause angekommen hat uns Maja schon sehnsüchtig erwartet. Sie ist gleich zur Box hin und beide haben zusammen geschnuppert. Ich hatte ein gutes Gefühl, dass es bei beiden passt. Maui ist auch sogleich aus der Box gekommen. Das Handtuch, auf dem Maui gelegen ist, war trocken und sauber.
Maja ist dann auf den vernetzten Balkon gelaufen und Maui gleich hinterher und hat natürlich erst einmal alles untersuchen müssen. Die anderen Räume ebenfalls. Maja hat sie dabei immer begleitet.
Der große Balkon hat es Maui angetan. Beide haben sich dann längere Zeit auf dem Balkon aufgehalten.
Der Katzenbrunnen war für Maui auch interessant. Mit der Pfote hat sie immer wieder auf die kleinen Wasserstufen getatscht. Das hat ihr richtig Spaß gemacht. Und trinken konnte man ja auch gleich.
Es hat auch nicht lange gedauert und Maui ist ins Katzenklo und hat ihr Geschäft verrichtet. Sie war da ganz schnell zu Hause.
In der ersten Nacht hat sie neben mir im Bett geschlafen, gleich daneben Maja.
Den nächsten Tag habe ich den Hund Paulo angeleint in meine Wohnung gelassen. Da war ich schon aufgeregt. Maui ist gleich zu Paulo und hat mit ihm vorsichtig zusammengeschnuppert. Der Hund hat sich dann hingelegt.
Die beiden verstehen sich super und auch mit Maja gibt es auch überhaupt kein Problem.
Es hat auch nur wenige Tage gebraucht, Maui auf Nassfutter umzustellen. Dies schmeckt ihr mittlerweile sehr gut.
Alle bekommen morgens ein kleines Schälchen Hähnchenbrustfilet, natürlich gekocht. Das hat Maui anfangs gar nicht interessiert. Das hat aber nicht lange gedauert und Maui ist jetzt ganz verrückt danach.
Inzwischen ist Maui schon ein halbes Jahr bei mir und Maja und Paulo. Mit kommt es vor, als wären es schon ein paar Jahre.
Maui war von Anfang an recht zutraulich. Mittlerweile ist sie sehr anhänglich, verspielt und schmusig. Sie liegt jeden Tag auf meinem Schoß, gepolstert mit einer Decke und genießt die Streicheleinheiten. Die bekommt Maja natürlich auch. Nachts schlafen beide bei mir im Bett.
Es ist einfach schön, wenn ich nach Hause komme und beide Katzen und der Hund warten hinter der Tür und freuen sich auf meine Rückkehr. Maui fetzt dann wie verrückt durch die Wohnung. Ich bin ja Rentner und hab für meine Vierbeiner viel Zeit, die wir gemeinsam genießen.
Ich möchte mich hier bei allen ehrenamtlichen Helfern in Deutschland und Spanien sowie der netten Flugpatin für den reibungslosen Ablauf herzlich bedanken.
Vielen vielen Dank!
In der Beschreibung für Maui entsprach jeder Satz, jedes Wort der Realität.
Maui ist genauso wie beschrieben.






































