Ari

NameAri
ID-NummerID 26/065
Geschlechtweiblich
Geburtsdatumgeb. ca. 05/2022
RasseEKH
Farbegrau getigert
Eigenschaftensozial
HaltungsformWohnungshaltung
Krankheiten/ Handicapss. Text

Es muss erst etwas passieren, bis ein Tier im Tierheim aufgenommen wird – das ist die traurige Realität. Zu knapp sind die Plätze und zu groß ist die Anzahl hilfesuchender Katzen. Aufnahme finden daher nur Notfälle, die zu schwach, zu krank oder zu jung sind, um in einer betreuten Katzenkolonie klarzukommen und die Warteliste von Privatabgaben umfasst mehr als hundert Katzen.

Die liebe Ari (geb. ca. 05/2022) musste auch diese leidvolle Erfahrung machen. Vier lange Jahre lebte sie in einer solchen Kolonie, in die sie nach ihrer Kastration wieder zurückgesetzt wurde, weil sie in keine der Aufnahme-Kategorien fiel. Sie war erwachsen, gesund und clever genug, um in dem täglichen Überlebenskampf ihre Frau zu stehen. Ihre typische Ohrmarkierung kennzeichnete sie als bereits kastriert und so kam sie fast täglich an die gefüllten Futternäpfe. Obwohl sie ihr ganzes Leben auf der Straße verbracht hatte, war Ari sehr menschenbezogen und freundlich und baute eine vertrauensvolle Beziehung zu den Betreuern der Kolonie auf. Doch eines Tages erschien sie mit einer blutenden Wunde am Hals. Ari wurde sofort in eine Box gesetzt und ins Tierheim gefahren.

Die frische und sehr tiefe Schnittwunde musste gründlich desinfiziert und chirurgisch in mehreren Schichten genäht werden. Woher sie stammte, wissen wir nicht. Möglicherweise ist die anhängliche Ari einem Tierquäler in die Hände geraten, denn es war ein glatter und tiefer Schnitt, der eher ungewöhnlich für einen Unfall wäre.

Infolge des Stresses durch die ungewohnte Umgebung und Operation, zog sich Ari eine Erkältung zu, die oft als „Tierheimschnupfen“ bezeichnet wird und die viele Tiere durch die umstellungsbedingte Schwächung des Immunsystems durchmachen. Doch bei Ari war es nicht nur eine banale Erkältung. Sie hustete stark, wirkte lethargisch und völlig kraftlos. Da das Abhören mit dem Stethoskop bei Ari nicht möglich war, da sie den Tierarzt zu laut anschnurrte, brachte ein Röntgenbild den Befund ans Licht. Ari hatte eine Lungenentzündung und musste eine Zeitlang antibiotisch behandelt werden. Auch ihre tiefe Halswunde benötigte Zeit zum Verheilen.

Ari nutzte ihre Rekonvaleszenz um so viele Streicheleinheiten wie nur möglich einzuheimsen, immer nach dem Motto „wer weiß, wann es wieder was gibt“. Und wer wäre wohl so standhaft, um sich nicht von dieser entzückenden süßen Maus zum Kraueln auffordern zu lassen? Ari ist einfach unglaublich liebenswert und zärtlich. Betritt man ihr Zimmer, so kommt sie sofort begeistert angelaufen, streicht um die Beine, reibt ihr Köpfchen und genießt laut schnurrend die Liebkosungen.

Auch in der Katzengruppe ist sie ein von allen geschätztes Mitglied. Mit ihrer großen Sozialkompetenz, die sie bereits in der Katzenkolonie gezeigt hatte, hat sich Ari im Nu mit ihren neuen Pelzkumpelinen angefreundet. Immer sieht man sie in engem Kontakt, besonders mit weiblichen Tieren, und die Tatsache, wie tief sie zusammengekuschelt mit ihren Freundinnen schläft und träumt, zeigt, dass sie sich wohl und absolut entspannt fühlt.

Ari wäre die perfekte Familienkatze mit vielen streichelnden Händen und viel Zeit für sie. Auch zarten Kinderhänden kann man Ari bedenkenlos anvertrauen. Mit ihrem sanften und ausgeglichenen Charakter passt Ari aber eigentlich überall hinein. Wichtig wäre ein liebes Samtpfötchen oder sogar eine kleine Katzengruppe für die gesellige Ari, denn so menschenbezogen sie auch ist, liebt und braucht sie gleichermaßen auch die Gesellschaft von Artgenossen. Zusammen kuscheln, spielen oder auf einem abgenetzten Balkon in der Sonne faulenzen – das würde Aris Herzchen schneller schlagen lassen. Gerne bringt sie eine passende Freundin mit, sollte noch kein Pelzchen auf sie warten.

Auch wenn Ari mit ihrem pluschigeren Fell das zahme Abbild der Europäischen Wildkatze ist, so bedeutet ihr Name auf Hebräisch „Löwe“. Doch nicht ihr Aussehen war hier namensgebend, sondern ihr Mut und ihre Stärke.

Ari ist nun wieder fit um ihren wichtigsten Schritt in eine neue Zukunft zu machen. Sie ist kastriert, geimpft, negativ auf FIV und FeLV getestet und mit Mikrochip und EU-Heimtierausweis auch berechtigt, die Reise anzutreten.

„Die schwersten Wege führen zu den schönsten Zielen“

Ari hat das allerschönste Ziel verdient – nämlich Sie!


Ari freut sich auf Laura B.