Covi

NameCovi
ID-NummerID 25/054
Geschlechtweiblich
Geburtsdatumgeb. ca. 04/2019
RasseEKH
Farbebraun getigert
Eigenschaftensozial
HaltungsformWohnungshaltung
Krankheiten/ Handicaps

Ein Zufluchtsort für geschundene Huftiere wurde auch für vier herrenlose Katzen zu einer rettenden Oase. In einer Auffangstation für Esel fanden sie Unterschlupf im Stall und eine tägliche Mahlzeit. Hier gab es zwar sehr tierliebe Menschen, die sich hingebungsvoll um die grauen Langohren kümmerten, doch die teils noch scheuen Katzen liefen hier nebenher. Es war unmöglich, sie auf dem weitläufigen Gelände wirklich zu sozialisieren, da sie sich immer in sicherem Abstand zum Menschen aufhielten. Um den Samtpfoten nicht nur einen Notbehelf anzubieten, sondern ihnen eine wirkliche Chance auf ein schönes Zuhause zu geben, sprachen die Tierschützer unser Partnertierheim an und baten um Hilfe und Übernahme. Gegenseitige Unterstützung sollte im Tierschutz eine Selbstverständlichkeit sein, denn man verfolgt dasselbe Ziel – für Tiere in Not etwas Gutes zu tun. Und so durfte das samtpfötige Quartett nach einer mühsamen Einfangaktion ins Tierheim umsiedeln, um dort auf die Startlinie in ein neues Leben zu treten.

Die ersten Wochen im Tierheim stehen im Zeichen medizinischer Untersuchungen und der obligatorischen Quarantänezeit. Und damit macht man sich alles andere als beliebt bei schüchternen Samtpfötchen. Alles ist fremd, alles ist beängstigend und der einzige Gedanke ist „Wie komme ich hier bloß wieder raus?“. Auch Covi (geb. ca. 04/2019) fand die Wochen in der Edelstahlbox ganz schrecklich. Covi bestand aus purer Angst und sie so angespannt zu sehen, brach einem das Herz. Sobald man sich ihr näherte, schnaubte sie und duckte sich in die hinterste Ecke der Box. Auch sanfte Worte vermochten sie nicht zu beruhigen, an Streicheleinheiten war gar nicht zu denken.

Nachdem Covi endlich die Isolation in der Quarantänestation überstanden hatte, durfte Covi in ein Gemeinschaftszimmer umziehen. Hier gab es endlich Platz und viele Versteckmöglichkeiten wie erhöht angebrachte Sitzbretter und Höhlen, die Covi sofort nutzte, um sich zurückzuziehen. An diesen abgelegenen Plätzen verspürte sie nun mehr Sicherheit und konnte das Treiben um sich herum mit riesengroßen Augen aufmerksam beobachten.

Mit anderen Katzen hat Covi keinerlei Probleme. Im Gegenteil. Für Covi wäre es auch zukünftig wichtig, freundliche Artgenossen an ihrer Seite zu haben, die für sie alles „regeln“, hinter denen sie sich ein wenig verstecken kann und die ihr behutsam beibringen, dass man vor (den richtigen) Menschen gar keine Angst zu haben braucht. Zu groß sollte die Katzengruppe aber nicht sein, denn Covi soll ja auch irgendwann in den Vordergrund treten und nicht in der Menge untergehen.

Für Covi war der Weg aus der Angst heraus lang und sie brauchte ihre Zeit, um Zuversicht und Vertrauen zu schöpfen. Ließ sich Covi zunächst ohne Abwehr vorsichtig streicheln, so fordert sie mittlerweile Streicheleinheiten regelrecht ein und zeigt mit einem charmanten Kopfstupser, wo sie die Liebkosungen am liebsten hat. Ihr wundervolles rundes Köpfchen lädt zum Streicheln natürlich auch regelrecht ein. Dennoch wird Covi im neuen Zuhause zu Beginn Ruhe und Geduld benötigen, bis sie sich an die Veränderung gewöhnt hat. Ein ruhiges Zuhause, feste Bezugspersonen mit Katzenerfahrung und Fingerspitzengefühl für eine schüchterne Katze sind die Zutaten für eine erfolgreiche Eingewöhnung. Für Katzenanfänger oder einen Haushalt mit vielen Personen oder Kindern ist Covi überhaupt nicht geeignet. Doch Menschen, die Covi sanft begegnen, werden auch reich belohnt werden, denn es gibt kein schöneres und befriedigenderes Gefühl auf der Welt, als ein sensibles Katzenherz gewonnen zu haben.

Hilfreich sind Versteckmöglichkeiten, wo Covi erst einmal Sicherheit spürt. Diese Rückzugsorte werden kleine Seelen-Oasen für Covi sein und sie wird aus dieser Geborgenheit heraus ihre Umgebung kennenlernen können. Auch bei Covi geht Liebe durch den Magen. Leckerchen wie ihre geliebte Paste schleckt sie gerne vom Finger.

Ein abgenetzter Balkon mit wärmenden Sonnenstrahlen und der Ablenkung durch interessante Beobachtungen der Natur, würden Covis Neugier anregen, die bei Katzen letztendlich immer siegt.

Covi ist bereits kastriert, geimpft, negativ Auf FIV und FeLV getestet, sie trägt einen Mikrochip und besitzt einen EU-Heimtierpass. Die lange Reise wird Covi definitiv Stress bereiten und sie wird anfangs sicherlich wieder ängstlicher werden. Aber sie ist die beste Investition für ein glückliches Katzenleben, die Covi überhaupt machen kann.

Die bildhübsche Covi sollte sich endlich nicht mehr verstecken, sondern ihre Schönheit stolz präsentieren. Wie begeistert wäre wohl Rembrandt als wahrer Meister der Brauntöne gewesen, wenn ihm Covi Modell gestanden hätte?

Covi freut sich auch über liebe Paten, die ihre Versorgung finanziell unterstützen.