Faraón
| Name | Faraón |
| ID-Nummer | ID 26/028 |
| Geschlecht | männlich |
| Geburtsdatum | geb. ca. 10/2023 |
| Rasse | EKH |
| Farbe | grau getigert |
| Eigenschaften | Einzelkater |
| Haltungsform | Wohnungshaltung |
| Krankheiten/ Handicaps | – |
Ein Anblick, der einem das Herz stillstehen lässt. Unsere spanischen Kollegen folgten einem Anruf, der eine verletzte Katze auf der Straße meldete. Schon von weitem hatten sie wenig Hoffnung, noch rechtzeitig zu kommen und diese traurige Vermutung bestätigte sich leider. Doch in unmittelbarer Nähe der toten Katze entdeckten sie einen jungen Kater, verängstigt durch die Situation doch nicht durch die Menschen, die ihn anzulocken versuchten. Faraón (geb. ca. 10/2023) spürte instinktiv, dass sie es gut mit ihm meinten und seine Neugier siegte schließlich über seine Skepsis. Ein schneller und beherzter Griff und Faraón war in Sicherheit und entging damit seinem Schicksal, das nächste Opfer des Straßenverkehrs zu werden.
Bereits auf der Fahrt zum Tierheim flirtete Faraón mit seinen Rettern und schmiegte sich an die durch die Gitterstäbe der Katzenbox gestreckten Finger. Auch die Eingangsuntersuchung durch den Tierarzt schreckte ihn nicht sonderlich. Faraón nahm interessiert seine Umgebung war und entlockte allen Beteiligten liebevolle Streicheleinheiten.
Doch trotz seiner Charme-Offensive kam er nicht um die obligatorische Quarantänezeit herum und musste seine Zeit in der ungemütlichen Edelstahlbox absitzen. Das war auch dringend nötig, denn Faraón nieste unaufhörlich und musste behandelt werden, bevor er sein Pfötchen ins Gemeinschaftszimmer setzen durfte.
Für gewöhnlich fällt Katzen, die die Isolation während der Quarantäne als sehr belastend und einschüchternd erleben, ein Stein vom Herzen, wenn sie auf Artgenossen treffen. Nicht so Faraón. Er genoss die ungeteilte Aufmerksamkeit der Tierpfleger und verstand es perfekt, ein Höchstmaß an Liebkosungen zu erhaschen. Hier im Katzenzimmer war es damit vorbei und er war einer von vielen – für ihn deutlich zu vielen.
Faraón fiel es schwer, sich in die Gruppe zu integrieren. Jeder Versuch, mit ihnen zu interagieren, schlug fehl und endete jedes Mal in einer wilden Verfolgungsjagd und mit Bissen für die anderen Katzen. Eine unhaltbare Situation für alle Tiere, denn auch Faraón war extrem gestresst. So wurde der Unruhestifter auf einer Pflegestelle ohne weitere Katzengesellschaft untergebracht und fühlte sich von Stund an wohler – um nicht zu sagen pudelwohl.
Katzen findet Faraón furchtbar, Menschen dagegen liebt er heiß und innig. Faraón hat sie sozusagen zum Fressen gern und das im wortwörtlichen Sinn. Denn er beißt gerne in seinem Überschwang in Finger. Faraón zeigt alle Zeichen eines in seiner frühen Kindheit falsch sozialisierten Katers. Sicherlich musste er ohne Katzenfreunde aufwachsen und hat daher nicht gelernt, sozial mit ihnen umzugehen. Und offenbar wurde von seinen Menschen der große Fehler begangen, mit ihm „Mäuschen fangen“ mit den Fingern zu spielen – niedlich, solange er ein Babykätzchen war aber schmerzhaft, als er größer, älter und kräftiger wurde. Und vermutlich hat das auch sein Schicksal besiegelt, letztendlich ausgesetzt zu werden.
Für Faraón suchen wir Menschen mit Katzenerfahrung, die für Faraóns Fingerbeißerei Verständnis haben und ihm beibringen, dass Hände nur zum Streicheln und Kraulen gedacht sind und keine Beute darstellen. Seinen Spiel- und Bewegungsdrang kann man gut mit Spielangeln, geworfenen Bällchen und Kletterbäumen in eine richtige Richtung lenken. Sicherlich wären auch Fummelbretter- , Intelligenzspielzeuge und ein Clicker-Training eine gute Möglichkeit, um sein kluges Köpfchen auszupowern.
Faraón ist ein überaus aktiver und lebhafter Kater und braucht einen entsprechenden Wirkungskreis, um sich viel zu bewegen und immer etwas Neues zu entdecken. Perfekt wären ein ausbruchssicherer Garten oder ein sicheres Außengehege, um an der frischen Luft spannende neue Eindrücke zu sammeln. Eine enge und kleine Wohnung würde schnell Langeweile aufkommen lassen und Langeweile ist nichts für einen so cleveren Kater.
Da Faraón ohne Katzengesellschaft als Einzelprinz leben möchte, sollten seine Menschen viel Zeit und auch Lust haben, sich mit ihm zu beschäftigen. Für zarte Kinderhände ist Faraón definitiv nicht geeignet, doch verständige Jugendliche, die sich immer wieder neue Spiele für ihn ausdenken und es ihm nicht krummnehmen, wenn er mal ohne jede böse Absicht einen Finger erwischt, würden bei Faraón sicher hoch im Kurs stehen.
Wer sich für Faraón entscheidet, bekommt kein Haustier, sondern eine Persönlichkeit mit viel Charakter und Charisma. Von seiner Pflegefamilie wird er als lebhaft, extrem neugierig, frech, aktiv, einmischend, charmant und ganz einfach bezaubernd beschrieben. Faraón ist sicherlich kein Kater, der so nebenherläuft. Er möchte ein vollwertiges Familienmitglied werden in einer Familie, die mit Faraón die Bedeutung des Wortes „Langeweile“ nicht mehr kennen wird.
Faraón ist startklar für sein neues Leben. Er ist kastriert, geimpft, negativ auf FIV und FeLV getestet, trägt seinen Mikrochip und kann es kaum noch abwarten, dass es endlich los geht.
Adios Langeweile – Bienvenidos Faraón
Faraón freut sich auch über liebe Paten, die seine Versorgung finanziell unterstützen.












