Guam
| Name | Guam |
| ID-Nummer | ID 26/021 |
| Geschlecht | männlich |
| Geburtsdatum | geb. ca. 11/2019 |
| Rasse | Halblanghaar-Mix |
| Farbe | grauweiß |
| Eigenschaften | sozial |
| Haltungsform | Wohnungshaltung |
| Krankheiten/ Handicaps | – |
Animal Hoarding – ein furchtbarer Teufelskreis. Die Sucht Tiere zu sammeln, schafft unglaubliches Leid – für Tier und Mensch. Die aufgrund fehlender Kastration stetig steigende Zahl von Tieren, wächst den betroffenen Menschen förmlich über den Kopf. Krankhaft ist dabei das Unvermögen, dies zu erkennen und Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Ein Ehepaar, das mehr als 40 Katzen in einer kleinen Wohnung hielt, konnte mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl überredet werden, die meisten Tiere abzugeben, die inzwischen alle ein schönes Zuhause gefunden und sich prächtig entwickelt haben. Doch unsere Tierschutzkollegen blieben geduldig am Ball und konnten nun nach fast eineinhalb Jahren die (hoffentlich) letzten 13 Katzen aus dieser unzumutbaren Tierhaltung herausholen. Jahrelang erlebten sie nichts als Dreck, Vernachlässigung und Enge und dies hinterlässt natürlich Spuren in einer Katzenseele.
Wer von uns hat sich nicht schon einmal nach einer Trauminsel gesehnt? Auch Katzen haben solche Träume. Ihre Trauminseln sind allerdings viel bescheidener und Palmen wachsen dort höchstens im Blumentopf – ein voller Fressnapf, ein sauberes Klöchen, ein weiches Kuschelbettchen und sanfte Streicheleinheiten sind für sie bereits das Paradies. Alle Animal Hoarder-Katzen erhielten den Namen eines unserer Sehnsuchtsorte – eine Trauminsel für eine Traumkatze.
Guam (geb. ca. 11/2019) ist nach der größten Insel des Marianen-Archipels im westpazifischen Ozean benannt. Auf Guam gibt es viele Tierarten, die infolge der massenhaften Vermehrung einer eingeschleppten Schlangenart vom Aussterben bedroht sind. Auch die Existenz unseres pelzigen Guams war bedroht – von Menschen, die ihm und seinen Artgenossen großes Leid zugefügt haben.
Gemeinsam mit seinen Freunden hat Guam tapfer ausgeharrt, bis er endlich gerettet wurde. Den Wendepunkt in seinem Leben kann er noch gar nicht komplett begreifen. Leider – denn das würde Guam es so viel leichter machen. Momentan hat er noch Angst und fühlt sich nur in seiner Katzengruppe wohl und sicher. Dicht an dicht, so dass man kaum erkennen kann, wo die eine Katze anfängt und die andere aufhört, kuscheln sie sich zusammen um gemeinsam alle Herausforderungen des Lebens durchzustehen – eine Strategie, die ihnen sicherlich geholfen hat, ihre Hölle zu überleben. Für Guam sind daher freundliche Artgenossen nicht ein „Nice to have“, sondern ein absolutes „Must-have“. In seinem neuen Zuhause sollte er mindestens einen lieben Fellfreund vorfinden, besser noch eine kleine Katzengruppe. Natürlich kann ihn auch gerne ein Schicksalsgenosse begleiten, denn mit einem bekannten Gesicht an seiner Seite fällt die Eingewöhnung umso leichter. Der sehr soziale Guam hat aber auch keine Schwierigkeiten, neue Freunde kennenzulernen, denn wenn er eines perfekt beherrscht, dann ist das ein friedliches Zusammenleben mit anderen Katzen.
Um sich auf unbekannte Menschen einzulassen, wird bei Guam ein wenig länger dauern. Das kann man ihm bei seiner traurigen Vorgeschichte auch nicht verdenken. Denn Guam muss erst lernen, dass es auch Menschen gibt, die ihn lieben und verwöhnen, sich um sein Wohlergehen kümmern, ihn beschützen und ihm genau das bieten, was er so sehr verdient hat – seine Trauminsel zu finden, wo er für immer glücklich sein darf. Viel Trubel und Unruhe in seinem neuen Zuhause wären für Guam problematisch und einer Vertrauensbildung nicht förderlich. Guam braucht ein stabiles Umfeld mit liebevoller Zuwendung und viel Geduld.
Ein wahrhaft paradiesisches Willkommensgeschenk wäre für Guam ein abgenetzter Balkon. Eine Freiluft-Wellness-Oase, die ihm mit warmen Sonnenstrahlen, einer frischen Brise und Vogelgezwitscher alle Katzensinne schärft, die in dem schrecklichen Animal-Hoarder-Haushalt verkümmern mussten.
Für seine Reise zu seiner Trauminsel ist Guam bestens gerüstet. Er ist bereits kastriert, geimpft, negativ auf FIV und FeLV getestet und mit Mikrochip und EU-Heimtierpass darf jede Grenze legal passiert werden.
Guam – schützen Sie die schönste aller bedrohten Tierarten!
Guam freut sich auch über liebe Paten, die seine Versorgung finanziell unterstützen.


















