Panchete
| Name | Panchete |
| ID-Nummer | ID 26/046 |
| Geschlecht | männlich |
| Geburtsdatum | geb. ca. 09/2020 |
| Rasse | EKH |
| Farbe | schwarzweiß |
| Eigenschaften | sozial |
| Haltungsform | Wohnungshaltung |
| Krankheiten/ Handicaps | FIV positiv, Gingivitis |
Um zu erkennen, dass es Panchete (geb. ca. 09/2020) nicht gut ging, brauchte man nicht unbedingt den geschulten Blick der Tierschutzkollegen, die die Katzenkolonien betreuen. Sein Schnäuzchen war schmutzig und versabbert und er hatte ganz offensichtlich große Schmerzen beim Fressen. Während sich seine Fellkollegen auf das mitgebrachte Futter stürzten, hielt er sich ein wenig abseits und brauchte für jeden Bissen die gleiche Zeit, wie die anderen für einen halben Napf. Hier hätte Panchete auf lange Sicht keine Überlebenschance gehabt und so wurde er eingefangen und ins Tierheim mitgenommen.
In dem Behandlungsraum der tierheimeigenen Tierklinik war Panchete erwartungsgemäß etwas eingeschüchtert, was ihn aber brav kooperieren ließ. Der Befund seines Mäulchens war verheerend. Das Zahnfleisch war stark entzündet und um hier wieder Ruhe in den Entzündungsprozess zu bringen, mussten Panchete fast alle Zähne entfernt und das Zahnfleisch medikamentös behandelt werden. Zahnlos war für Panchete aber auch gleichbedeutend mit schmerzlos und nur das zählte. Endlich konnte er wieder nach Herzenslust futtern und könnte nun problemlos an das Fresstempo seiner Koloniegefährten anknüpfen. Den gleichen Pragmatismus legte Panchete angesichts des positiven Testergebnisses für FIV an den Tag. Warum hier so ein Aufheben gemacht wird, ist ihm unklar. Ihm geht es gut und da er sogar in eine Pflegestelle ziehen durfte, noch viel besser. Wenn Menschen ihn nur wegen eines blöden Tests ablehnen, dann sollen sie es tun. Es werden schon die Richtigen kommen, denen der FIV-Test genauso egal ist, wie ihm.
Mit dieser klaren Einstellung, hat Panchete nicht ganz unrecht. Denn alle Menschen, für die FIV ein Stigma ist, würden hier einen absolut großartigen Kater verpassen. Und für Menschen, die eine Schmusekatze suchen, wäre es sogar ein fataler Fehler. Denn Panchete ist ein Schmuser, wie er im Buche steht. Er könnte sich den lieben Tag lang durchkraulen und streicheln lassen. Von Liebkosungen bekommt unser hübscher Genießer nie genug. Manche mögen ihn einen Faulpelz nennen, böse Zungen vielleicht sogar einen Langweiler. Wen kümmert´s? Panchete sicherlich nicht. Er steht dazu, es gerne ruhig und gemütlich anzugehen und ist ein bekennender Couch-Potato. Sollen doch andere ständig den Kratzbaum hoch- und runterklettern, hinter Bällen herjagen oder Federangeln fangen. Schließlich ist sein Dauerschnurren während seiner Fellmassagen auch Arbeit, die man nicht unterschätzen sollte.
Panchete liebt Menschen, besonders solche, die ihn auf dem Schoß oder im Bett liegen lassen. Er ist sehr anschmiegsam und geht gerne auf dichte Tuchfühlung. Aber es müssen schon gestandene Dauerstreichler sein. Nicht solche, die denken, dass es mit zwei halbherzigen Kraulern getan ist.
Mit anderen Katzen versteht sich Panchete gut. Allerdings sollten es keine hibbeligen Quirle sein, sondern einen ruhigen und ausgeglichenen Charakter wie Panchete haben.
In der Pflegestelle lebt er mit Kiosko zusammen, der am Anfang ein wenig Angst vor dem stattlichen Panchete hatte. Panchete wiederum fand Kioskos Putzfimmel ein wenig nervig, dessen „Opfer“ er war. Aber wie das mit Missverständnissen so ist, lösen sie sich in Luft auf, sobald man sich besser kennenlernt. Kiosko weiß, dass Panchete ein ganz knuffiger und liebenswerter Kerl ist und Panchete hat gelernt, dass sich so eine Schrabezunge im Fell fast so anfühlt, wie gestreichelt zu werden. So verbringen sie inzwischen ihre Zeit gerne miteinander. Und wenn Kiosko lieber spielen und Panchete lieber dösen will, dann fällt es ihnen jetzt nicht mehr schwer, sich zu einigen und erst das eine und dann das andere zu machen. Mit beiden bekommt man ein tolles Team. Aber beide würden auch in einem Zuhause neue Freundschaften schließen.
Panchete ist für die große Fahrt bereit. Er ist kastriert, geimpft, negativ auf FeLV und positiv auf FIV getestet. Und sein Mikrochip und EU-Heimtierausweis berechtigen ihn auch dazu, seine Pfötchen über die Grenze zu setzen.
„Faulheit ist der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit“ (Immanuel Kant)
Genießen Sie das süße Nichtstun zusammen mit Schmusemeister Panchete.
Panchete freut sich auch über liebe Paten, die seine Versorgung finanziell unterstützen.




















