Salva
| Name | Salva |
| ID-Nummer | ID 26/057 |
| Geschlecht | männlich |
| Geburtsdatum | geb. ca. 04/2024 |
| Rasse | EKH |
| Farbe | weiß rot |
| Eigenschaften | sozial |
| Haltungsform | Wohnungshaltung |
| Krankheiten/ Handicaps | s. Text |
Ein Horror-Roman könnte nicht furchtbarer sein, als Salvas (geb. ca. 04/2024) Lebensgeschichte. Sie begann – zumindest für uns – in einer Katzenkolonie. Die Kapitel zuvor werden ebenfalls schlimm gewesen sein, denn sonst wäre Salva nicht ausgesetzt worden. Dem harten Konkurrenzkampf unter den vielen Streunerkatzen war Salva nicht gewachsen. Er musste jeden Tag ums Futter kämpfen, weil er nicht zu den Starken gehörte, die sich egoistisch an den Napf drängen. Er hielt sich im Hintergrund auf und musste mit dem was übrig blieb Vorlieb nehmen. Eines Tages war Salva plötzlich verschwunden und blieb für einen Monat vermisst, bis die Betreuer der Kolonie ihn endlich aufspüren konnten. Sein Anblick ließ einem das Blut in den Adern gefrieren, denn Salva war offensichtlich schwer misshandelt worden. Ein Draht war so fest um seinen Hals gebunden worden, dass er tief einschnitt. Der völlig geschwächte und zutiefst verängstigte Kater war stark abgemagert, sein Fell war in einem verwahrlosten Zustand und über und über mit Zecken besetzt und ein Auge zeigte eine Verletzung.
Salva wurde sofort in die Tierklinik gebracht und für die weitere Behandlung in der Quarantänestation einquartiert. Neben allen physischen Problemen waren die seelischen die schwerwiegendsten. Salva war nicht nur verängstigt, sobald ein Mensch in seine Nähe trat – er war tief traumatisiert und panisch. Und an seiner Reaktion konnte man ablesen, wie grauenhaft die Quälereien gewesen sein mussten, denen er hilflos ausgeliefert war. Dennoch ist ein Fauchen die einzige Abwehrreaktion, die Salva zeigt. Er greift nicht an, sondern möchte einzig voller Angst seine Sicherheitszone wahren und Menschen, die er bislang nur als Peiniger erlebt hat, auf Abstand halten.
Für Salva war es ein großer Fortschritt, als er zu anderen Katzen in ein Gemeinschaftszimmer ziehen durfte. Obwohl er in der Katzenkolonie von Artgenossen nicht gerade freundlich behandelt wurde, ist er nicht nachtragend. Hier gibt es keinen Konkurrenzkampf, sondern immer gefüllte Näpfe und vor allen Dingen sichere Versteckmöglichkeiten. Die anderen Katzen geben ihm ein Gefühl von Sicherheit und er hält sich gerne in ihrer Nähe auf. Besonders freundliche und sanftmütige Mitbewohner sind wie Balsam für seine geschundene Seele.
Salvas Name wurde von „salvar = retten“ abgeleitet. Ja – Salva ist gerettet worden – leider viel zu spät. Doch er ist auch für uns ein Retter in Stunden von Enttäuschung, Verzweiflung und Rückschlägen und führt uns vor Augen, wie wichtig es ist, sich für Geschöpfe zu engagieren, die sich nicht selbst helfen können und jede Mühe wert sind. Unser größter Lohn wird es sein, eines Tages in seine strahlenden Augen zu blicken und zu wissen, dass er die dunklen Kapitel seines Lebens zugeschlagen und ein neues und glückliches Kapitel aufgeblättert hat.
Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Und den kann Salva nur mit den richtigen Menschen an seiner Seite gehen, die ihn lieben, unterstützen, ihm Geborgenheit schenken und seine Seele heilen lassen – ganz in dem Tempo, das er für richtig hält und mit dem er sich wohl fühlt. „Die Zeit heilt alle Wunden“, heißt es. Das tut sie leider nicht, aber sie hilft uns, mit dem Unbegreiflichen zu leben und den Blick nach vorn zu richten. Und das wird auch Salva tun – Schritt für Schritt.
Für Salva suchen wir ein sehr ruhiges Zuhause mit wenigen, festen Bezugspersonen, auf die er sich einstellen und verlassen kann. Ein geregelter Tagesablauf wird ihm helfen, seine eigene Routine zu finden, die ihm einen sicheren Rahmen bietet. Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die Salvas Menschen besitzen müssen. Am besten wäre es, ihn in einer kleinen und freundlichen Katzengruppe mitlaufen zu lassen, ohne eine Erwartungshaltung an ihn zu stellen. Menschenbezogene Samtpfoten können ihm glaubhaft versichern, dass es auch gute Menschen gibt, die ihn nur streicheln und liebkosen und ihm keinesfalls wehtun möchten. Bei Salva wurde eine sehr leichtgradige Herzklappeninsuffizienz festgestellt, die ihm keine Probleme bereitet, aber zusätzlich von einer sehr stressfreien Umgebung profitieren würde.
Sein Zuhause sollte über ausreichend Platz für ganz ruhige Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten geben. Salva braucht Kuschelhöhlen, die ihm Geborgenheit geben und aus denen heraus er seine Umgebung beobachten und einschätzen kann. Obwohl Salva noch ein junger Kater ist, kennt er Spielzeug nicht. Er muss erst lernen, dass es Dinge gibt, die Spaß machen und mit denen man sich die Zeit vertreiben kann. Auch ein abgenetzter Balkon zum Sonnenbaden, wird sicherlich seine Neugier und sein Interesse wecken.
Für Salva wird die Reise sicherlich beängstigend sein, weil er nicht weiß, was ihm passieren wird. Und es wird uns nicht leichtfallen, ihn dennoch in den Bus zu schubsen. Aber für einen so tapferen Überlebenskünstler, der so viel durchgemacht und überstanden hat, ist die Fahrt nur eine dringend nötige Investition für sein zukünftiges Lebensglück.
Salva ist bereits kastriert, geimpft, negativ auf FIV und FeLV getestet. Er trägt einen Mikrochip und besitzt einen EU-Heimtierausweis und damit erfüllt er alle Ausreisekriterien.
Schlagen Sie die Horror-Geschichte zu und schreiben Sie gemeinsam mit Salva einen Liebesroman mit einem wundervollen Happy End.
Salva freut sich auch über liebe Paten, die seine Versorgung finanziell unterstützen.




















