Macao

NameMacao
ID-NummerID 26/027
Geschlechtmännlich
Geburtsdatumgeb. ca. 10/2020
RasseHimalaya-Mix
Farbeseal point
Eigenschaftensozial
HaltungsformWohnungshaltung
Krankheiten/ Handicaps

Animal Hoarding – ein furchtbarer Teufelskreis. Die Sucht Tiere zu sammeln, schafft unglaubliches Leid – für Tier und Mensch. Die aufgrund fehlender Kastration stetig steigende Zahl von Tieren, wächst den betroffenen Menschen förmlich über den Kopf. Krankhaft ist dabei das Unvermögen, dies zu erkennen und Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ein Ehepaar, das mehr als 40 Katzen in einer kleinen Wohnung hielt, konnte mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl überredet werden, die meisten Tiere abzugeben, die inzwischen alle ein schönes Zuhause gefunden und sich prächtig entwickelt haben. Doch unsere Tierschutzkollegen blieben geduldig am Ball und konnten nun nach fast eineinhalb Jahren die (hoffentlich) letzten 13 Katzen aus dieser unzumutbaren Tierhaltung herausholen. Jahrelang erlebten sie nichts als Dreck, Vernachlässigung und Enge und dies hinterlässt natürlich Spuren in einer Katzenseele.

Wer von uns hat sich nicht schon einmal nach einer Trauminsel gesehnt? Auch Katzen haben solche Träume. Ihre Trauminseln sind allerdings viel bescheidener und Palmen wachsen dort höchstens im Blumentopf – ein voller Fressnapf, ein sauberes Klöchen, ein weiches Kuschelbettchen und sanfte Streicheleinheiten sind für sie bereits das Paradies. Alle Animal Hoarder-Katzen erhielten den Namen eines unserer Sehnsuchtsorte – eine Trauminsel für eine Traumkatze.

Macao (geb. ca. 10/2020) trägt den Namen einer Halbinsel in der Mündung des Perlflusses westlich von Hongkong. Auch als Las Vegas Asiens bezeichnet, ist Macao alles andere als eine einsame Insel. Für unseren samtpfötigen Macao herrscht dort eindeutig zu viel Trubel. Er geht es lieber ruhig an und wünscht sich gemütliche Rückzugsorte und eine friedliche Atmosphäre.

Wie alle Katzen aus dem Animal Hoarder-Haushalt war auch Macao sehr eingeschüchtert und ließ mit großen Augen die fremde Umgebung auf sich wirken. Nach der vorgeschriebenen Quarantänezeit durfte er endlich wieder mit seinen Katzenfreunden in einem Gemeinschaftszimmer zusammenkommen und es tat ihm sichtlich gut, vertraute Gesichter zu sehen. Immer an das Leben mit Artgenossen auf engstem Raum gewöhnt, fällt es dem sehr sozialen und superverträglichen Macao nicht schwer, sich brüderlich den begrenzten Platz im Tierheim zu teilen. Denn obwohl es „nur“ das Tierheim ist, steht ihm jetzt mehr Raum zur Verfügung, als es sein bisheriges Leben lang der Fall war – ganz zu schweigen von Kuschelbettchen, Kletterbäumen, gefüllten Fressnäpfen und sogar einem Außengehege.

Macao ist noch zurückhaltend und traut sich nicht so recht, diese Annehmlichkeiten zu genießen. Fast als würde er befürchten, dass das alles nur ein Traum ist und jederzeit wie eine Seifenblase zerplatzen kann. Aber vielleicht gibt es schon den richtigen Menschen, der sich beim Lesen des Textes in Macao verliebt und seinen Traum wahr werden lässt.

Sein pluschiges und ungepflegtes Fell ließ zunächst gar nicht erkennen, wie mager Macao war. Es wird Zeit, dass Macao sich ein bisschen Speck anfuttert um das eine oder andere Gramm auf die Rippen zu bekommen. Und wie hübsch wird er erst werden, wenn sein Pelzchen mit gutem Futter und liebevoller Pflege wieder (oder eher erstmals) seidig glänzen wird. Wenn man ihn betrachtet, kommt einem ein Wort in den Sinn, dass so ähnlich wie sein Name klingt – Kakao. Sein Fellchen vereinigt alle Farbschattierungen von hellstem Mandelnougat über köstliche Vollmilchschokolade bis hin zu einem zartschmelzenden Zartbittertrüffel. Ein Hochgenuss für alle Katzenfreunde – und völlig kalorienfrei.

Macao wird am Anfang ein wenig Geduld und Zeit benötigen, um sich einzuleben. Streicheleinheiten wird er schnell nicht nur tolerieren, sondern richtig genießen. Trotz seiner schlechten Vorerfahrungen gibt er uns Menschen eine Chance, ihm zu zeigen, dass es auch liebevolle und nette Vertreter dieser Spezies gibt, die nur alles erdenklich Gute für ihn möchten. Auf jeden Fall sollte er auch in seinem neuen Zuhause mindestens ein freundliches Samtpfötchen an die Seite gestellt bekommen, denn ein Leben als Einzelkatze wäre für Macao völlig undenkbar. Gerne kann er natürlich einen passenden Freund mitbringen.

Macao ist bereit, um auf seine ruhige und paradiesische Trauminsel zu reisen. Er ist bereits kastriert, geimpft, gechipt, negativ auf FIV und FeLV getestet und hat seinen EU-Heimtierausweis mit im Gepäck.

„Ich möchte deine Insel sein – so groß und auch so klein. Frieden strahlt sie aus. Ja hier ist dein Zuhaus.“ (Jo Dantes, gekürzt)

Macao freut sich auch über liebe Paten, die seine Versorgung finanziell unterstützen.