Tempura
| Name | Tempura |
| ID-Nummer | ID 26/009 |
| Geschlecht | weiblich |
| Geburtsdatum | geb. ca. 04/2025 |
| Rasse | EKH |
| Farbe | schwarz |
| Eigenschaften | sozial |
| Haltungsform | Wohnungshaltung |
| Krankheiten/ Handicaps | – |
Zwei winzige, schwarze Seelchen wurden in Fuente el Saz ganz allein auf der Straße gefunden – verloren, schutzlos und viel zu früh auf sich gestellt. Die Geschwister Tempura und Rebozado (geb. ca. 04/2025) standen vor einer ungewissen Zukunft, denn ohne ihre Mama und noch viel zu klein, um sich selbst zu helfen, waren ihre Überlebenschancen erschreckend gering. Jeder vorbeifahrende Wagen, jede kalte Nacht bedeutete Gefahr. Doch das Schicksal hatte andere Pläne für die beiden kleinen Unglücksraben. Liebevolle Menschen bemerkten ihr leises Flehen nach Hilfe, zögerten keinen Moment und nahmen die Fellknäuelchen behutsam in ihre Arme. So begann ihr Weg in eine sichere Zukunft im Partnertierheim ANAA Madrid – ein Ort voller Wärme, Hoffnung und neuer Chancen.
Im Partnertierheim ANAA Madrid angekommen, zeigte sich schnell, wie schwer die ersten Wochen ihres Lebens gewesen waren. Auf dem Untersuchungstisch wurde sowohl bei Tempura als auch ihrem Bruder Rebozado eine Pilzinfektion festgestellt. Insgesamt waren beide in keiner guten gesundheitlichen Verfassung, und die kleinen Körper waren noch viel zu schwach für die Welt, die sie so früh geprüft hatte. Um andere Tiere zu schützen, mussten beide zunächst in einen speziellen Quarantänebereich – in den sogenannten Pilzraum – ziehen, isoliert von allen anderen Katzen. Die Behandlung dauerte lange und war durch Medikamentengabe und die verhassten medizinischen Bäder wirklich nicht erquicklich für die beiden Schätzchen. Doch nur das Ergebnis zählt – ein sauberes, pilzfreies, wunderhübsch rabenschwarzes Katzenpärchen, das endlich in einen Gemeinschaftsraum einziehen durfte.
Die lange Zeit der intensiven Behandlung hinterließ Spuren in den kleinen Seelen der Geschwister. Medikamente, Bäder, fremde Hände und aus Infektionsgründen nur wenige sanfte Berührungen – all das war notwendig, um sie gesund zu machen, doch für Tempura und Rebozado bedeutete es vor allem Verunsicherung. Menschliche Nähe verbanden sie zunächst nur mit Stress und Angst. Vertrauen zu fassen schien unmöglich. Misstrauen und Vorsicht wurden zu ihren ständigen Begleitern.
Besonders in den ersten Wochen lebten beide in einer stillen Welt aus Zurückhaltung und innerem Zittern. Tempura blieb ängstlicher als ihr Bruder und man entschloss sich, für sie eine Pflegestelle zu finden. In einem Zuhause mit weiterer sozialer Katzengesellschaft ist es in den allermeisten Fällen so, dass sich die Sorgen bald in Luft auflösen und eine ganz andere Katze zum Vorschein kommt.
In ihrer Pflegestelle durfte Tempura zum ersten Mal erfahren, was Geborgenheit wirklich bedeutet. Anfangs war sie noch etwas schüchtern, vorsichtig und zurückhaltend, als müsse sie erst lernen, dass diese Welt nun sicher für sie ist. Doch sobald sie Vertrauen gefasst hatte, zeigte Tempura ihr wahres Wesen. Sie ist sozial, anhänglich und am liebsten immer in der Nähe ihrer Menschen.
Tempura ist verspielt, energiegeladen und voller Lebensfreude. Sie liebt es, zu rennen, zu jagen und ihre Welt zu entdecken. Besonders begeistert ist sie von Spielzeug an einer Schnur mit Glöckchen – dieses erkennt sie sofort und verfolgt es voller Hingabe. Mit großer Freude versteckt sie sich, lauert und jagt dann mutig los. Auch alleine kann sie sich beschäftigen, doch am liebsten spielt sie gemeinsam mit ihren Menschen. Sie ist neugierig auf alles um sie herum, beobachtet aufmerksam und möchte am liebsten überall mitmachen.
Die Süße ist eine sehr anhängliche kleine Seele. Sie schnurrt manchmal leise vor Glück, kommt auf den Schoß, legt sich auf ihre Menschen und genießt Streicheleinheiten sehr. Hochheben mag sie zwar nicht besonders, doch aus Vertrauen lässt sie es zu. Nachts schläft sie gemeinsam mit ihren Pflegeeltern im Bett. Sie „redet“ viel mit ihren Menschen und folgt ihnen durchs Haus, als wolle sie immer in ihrer Nähe bleiben. Wenn sie gerade keine Aufmerksamkeit bekommt, schläft sie ruhig oder beschäftigt sich selbstständig.
Auch anderen Katzen gegenüber ist sie sehr interessiert und freundlich. Zu Tavira, ihrer Mitbewohnerin, sucht sie immer wieder die Nähe. Auch wenn sie sich noch nicht perfekt verstehen, ist ihre Beziehung inzwischen gewachsen und auf einem guten Weg zur Perfektion. Ein Leben als Einzelkatze wäre für die verspielte Pantherin auf jeden Fall viel zu langweilig.
Was bereichert das Leben einer kleinen Abenteuerin wie Tempura? Natürlich würde sie einen gesicherten Balkon gerne ihr Eigen nennen. Ein gesichertes Fenster wäre aber auch ok, damit sie von dort aus Sonne, Wind und die Umgebung genießen könnte.
Unser rabenschwarzes Fellchen ist schon kastriert, geimpft, negativ auf FIV und FeLV getestet und gechipt. Sie reist, wie erforderlich, mit EU-Reisepass, denn schließlich braucht diese kleine Abenteurerin ihre offizielle Legitimation für internationale Kuscheleinsätze.
Tempura hofft auf eine Familie, die ihr viel Aufmerksamkeit, Zuneigung und Zeit zum Spielen schenkt. Menschen mit Geduld, Verständnis und einem großen Herzen. Menschen, die ihr zeigen, dass sie nie wieder alleine sein muss.
Tempura freut sich auch über liebe Paten, die ihre Versorgung finanziell unterstützen.































