| Name | |
| ID-Nummer | ID 26/040 |
| Geschlecht | männlich |
| Geburtsdatum | geb. ca. 06/2025 |
| Rasse | EKH |
| Farbe | grau getigert |
| Eigenschaften | sozial |
| Haltungsform | Wohnungshaltung |
| Krankheiten/ Handicaps | – |
Im kleinen, spanischen Ort Mesones begann für zwei kleine Seelchen ein neuer Lebensabschnitt. Facebook und sein Bruder TikTok (geb. 06/2025) wurden im Rahmen einer Fangaktion gesichert und zu unserem Partnertierheim in Madrid gebracht. Eine Einfangaktion war notwendig geworden, weil die Katzenpopulation zu sehr angestiegen ist und Kastrationen dringend erforderlich waren. Da die Pflegestellen zu diesem Zeitpunkt alle belegt waren und die beiden Kater inzwischen schon nicht mehr ganz so klein waren, zogen sie nach der – aus Katzensicht völlig überbewerteten – Quarantänezeit in eine WG mit bereits schon tierheimerfahreneren Kitten ein. Man könnte sagen: vom Einzelzimmer direkt ins Studentenwohnheim.
Doch statt neugierig das Nachtleben zu erkunden oder sich ins wilde Spielgetümmel zu stürzen, entschieden sich Facebook und TikTok zunächst für die ruhigere Variante. Eng aneinander gekuschelt, wie zwei kleine, flauschige Verschwörer, verbrachten sie ihre Tage am liebsten gut versteckt in Höhlen, Körbchen oder den dunkelsten Ecken, die sie finden konnten. Während um sie herum das Leben tobte, saßen die beiden wie auf „stumm geschaltet“, leise bibbernd, aber immer gemeinsam.
Dabei konnten ihre Namen kaum gegensätzlicher zu ihrem Verhalten sein: Facebook und TikTok – zwei Namen, die für Austausch, Offenheit und lebendiges Miteinander stehen. Und dann saßen diese beiden kleinen Katerchen hier, die sich lieber „offline“ in ihre sicheren Höhlen zurückzogen, statt das große soziale Netzwerk im Kittenzimmer zu erobern. Während ihre Mitbewohner bereits fröhlich Kontakte knüpften und spielerisch Freundschaften schlossen, hielten sich Facebook und TikTok lieber bedeckt.
Nach langen Wochen ohne Fortschritt – kein Näherkommen, kein Aufblühen – musste man sich eingestehen, dass es so nicht weitergehen konnte. Schweren Herzens entschied man sich, TikTok auf eine Pflegestelle zu geben, in der Hoffnung, ihm in einer häuslichen Umgebung die Chance zu ermöglichen, endlich aufzutauen. Es war keine leichte Entscheidung, die beiden zu trennen, die doch bisher nur gemeinsam stark gewesen waren, aber manchmal bedeutet Hoffnung eben auch, neue Wege zu gehen.
Nun, da Facebook ohne seinen Bruder seinen Alltag meistern muss, zeigt er tatsächlich eine ganz neue Seite. Vorsichtig, aber neugierig sucht er den Kontakt zu den anderen Katzen, tastet sich Schritt für Schritt in das soziale Miteinander hinein – ganz so, wie es sein Name eigentlich schon immer versprochen hat. Er entpuppt sich als freundlicher, sanfter Kater, der die Gesellschaft der anderen genießt und darin immer mehr Sicherheit findet.
Besonders zu dem kleinen, schwarzen Kater Rebozado hat er eine enge Bindung aufgebaut. Die beiden sieht man öfter eng aneinander gekuschelt, als hätten sie genau in dem anderen das gefunden, was ihnen lange gefehlt hat: Vertrauen und Hoffnung.
Für Facebook wünschen wir uns daher, dass er auch in seinem zukünftigen Zuhause nicht ohne einen Katzenfreund bleibt. Es wäre natürlich eine besonders schöne Vorstellung, wenn er gemeinsam mit Rebozado ausziehen dürfte. Doch auch wenn sich dieser Wunsch nicht erfüllen sollte, ist es vor allem wichtig, dass Facebook einen liebevollen Platz findet, an dem er weiterhin die Chance bekommt, Vertrauen zu fassen und sein kleines Herz ganz zu öffnen. Streicheln ist ihm noch etwas fremd und er muss erst noch lernen, dass Berührungen auch etwas Schönes sein können. Doch mit sanften, ruhigen Händen lässt er es zu, dass man ihm vorsichtig das Köpfchen krault.
Facebook braucht Menschen mit Herz, Erfahrung und einem feinen Gespür für seine Bedürfnisse. Menschen, die nichts erzwingen, die ihn nicht bedrängen und die sich über jeden noch so kleinen Fortschritt freuen können. Denn bei ihm sind es die leisen Momente, die zählen. Sein zukünftiges Zuhause sollte ruhig und ein Ort ohne Hektik und lauten Trubel sein, an dem er in seinem eigenen Tempo ankommen darf. Für Kinder ist Facebook daher nicht geeignet.
Ein gesicherter Balkonplatz würde ihm ganz sicher gefallen und ihm gut tun. Frische Luft, das leise Rascheln der Blätter und das Beobachten der Welt aus sicherer Entfernung könnten ihm helfen, weiter Vertrauen zu fassen und seine Neugier zu entdecken. Ein liebevoll eingerichteter, gesicherter Fensterplatz sollte ihm mindestens zur Verfügung stehen, damit er in der Sonne dösen und das bunte Treiben draußen in aller Ruhe verfolgen kann.
Unser hübscher Tiger ist bereits kastriert, geimpft, negativ auf FIV und FeLV getestet und trägt einen Mikrochip. Schnell wären seine Köfferchen gepackt und mit seinem EU-Reisepass in der Pfote ist er startklar, dazu fehlt nur noch Ihre Buchung und sein Reiseticket.
Und wer weiß – vielleicht braucht es gar kein WLAN, um sich in Facebook zu verlieben – ein einziger Blick in seine vorsichtigen, sanften Augen genügt, und schon ist man für immer „eingeloggt“ in sein kleines Herz.
Facebook freut sich auch über liebe Paten, die seine Versorgung finanziell unterstützen.






















